Die Kampagne
«kampagne-netcity.org», so lautet der Titel der neuen Präventionskampagne der Stiftung Kinderschutz Schweiz und Action Innocence. Gemeinsam ist es den Organisationen ein Anliegen, landesweit für einen besseren Schutz der Kinder durch Medienkompetenz zu sorgen. Die Herzstücke der Kampagne sind das Onlinespiel netcity.org für 9-12-Jährige und der dazugehörige Kampagnenbus mit Computerarbeitsplätzen, der landesweit an Schulen, Einkaufszentren, Ausstellungen und Messen Halt machen und Kinder unter Anleitung zum spielerischen Erlernen von Verhaltensregeln für das Internet einladen wird.
Am 18. März 2010 wurde die Kampagne offiziell lanciert. Jetzt tourt das Kampagnenteam rund 400 Tage lang mit einem Bus in den Farben des Online-Spiels durch die ganze Schweiz. Ausgerüstet mit Notebooks bietet der Bus die Möglichkeit, das Präventionsspiel im Rahmen eines 90 Minuten dauernden Lernmoduls zu erforschen und dessen Botschaften zu erlernen. Speziell ausgebildete Animateurinnen und Animateure betreuen die Kinder dabei im Bus. Unterstützt werden sie von UBS-Lernenden, die im Rahmen des UBS Employee Volunteering, des Programms für gemeinnützige Freiwilligeneinsätze von Mitarbeitenden, den Kindern bei allfälligen Schwierigkeiten mit dem Computerspiel zur Seite stehen. Damit möchten die Stiftung Kinderschutz Schweiz und Action Innocence nicht zuletzt den «Peer-to-Peer»-Gedanken unterstreichen, wonach die Vermittlung von Wissen durch annähernd gleichaltrige Power-User und damit auch die Akzeptanz derart kommunizierter Regeln erwiesenermassen wirksam ist.
Ziel der Kampagne ist es zum einen, die Selbständigkeit der Kinder beim Schutz vor Internetgefahren anzusprechen. Mithilfe einer interaktiven und auf ihre Fähigkeiten abgestimmten Spielmethode soll ihnen unterhaltsam gezeigt werden, wie sie verantwortungsvoll surfen und sich damit aktiv schützen können. Spielerisch lernen sie durch dieses interaktive Computerspiel die reichen Möglichkeiten des Webs zu schätzen, gleichzeitig ungeeignete Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich in unangenehmen Situationen Hilfe zu holen. Zum anderen sind aber auch Eltern und Lehrpersonen Zielgruppen der niederschwelligen Kampagne. So soll via Spiel und Inputs des Kampagnenteams der Dialog zwischen Eltern und Kindern über deren Aktivitäten im Netz und den Umgang mit dem Word Wide Web gefördert werden. Den Lehrpersonen möchte «kampagne-netcity.org» mit dem Spiel «netcity.org» ein geeignetes Lehrmittel zur Prävention der mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verbundenen Gefahren an die Hand geben. Der Besuch des in sich abgeschlossenen Animationsmoduls für Schülerinnen und Schüler ist in drei Phasen aufgeteilt: Einleitung, Spiel und Kurzauswertung.
Inhaltlich fokussieren Spiel und Kampagne u.a. auf folgende Themen:
- Schutz persönlicher Daten
- Nutzung der Webcam
- Sexuell motivierte Anfragen
- Beleidigung und Belästigung
- Umgang mit ungeeigneten Inhalten
- Vorsicht vor Internetbekanntschaften
- Schuldenfallen und vieles mehr.
Die Kampagne «kampagne-netcity.org», bestehend aus dem Kampagnenbus mit Lernmodul und dem Spiel, ist eine Produktion der Organisationen Stiftung Kinderschutz Schweiz und Action Innocence, welche mit finanzieller Unterstützung der UBS Optimus Foundation realisiert wurde.