Medienkompetenz: Prävention der Gefahren im Internet
Das Internet ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Es eröffnet uns allen eine neue Welt voller Möglichkeiten. Gleichzeitig birgt das Surfen auf der Datenautobahn aber auch Risiken und Gefahren – besonders für Kinder und Jugendliche. Deshalb ist es wichtig, dass wir – die Kinder, aber auch die Erwachsenen – uns der Risiken bewusst sind und mögliche Handlungsstrategien zur Verfügung haben, um auf allfällige Gefahren wie Pädokriminalität, Cyberbulling, für Kinder und Jugendliche ungeeignete Inhalte, Missbrauch von Webcams und Kostenfallen reagieren zu können.
Dabei muss klar sein: Niemals können sämtliche Risiken einkalkuliert oder ausgeschaltet werden. Kindern und Jugendlichen das Internet als Erlebnisraum, Wissens- und Informationsdrehscheibe deshalb aber zu verbieten wäre ein falscher, weil wenig realitätsnaher Schritt. Hingegen sind ein kritischer Geist und die nötige Vorsicht im Umgang mit Informationen umso wichtiger.
Der Schlüssel zu einem sichereren Umgang mit dem Internet heisst Medienkompetenz. Und Medienkompetenz will gelernt sein, denn sie umfasst weit mehr als nur das Wissen um technische Hilfsmittel wie Filter, Kinderschutzprogramme und Zugangsregulierungen, die einen wichtigen, aber ebenfalls nur begrenzten Schutz gewährleisten. Und sie umfasst mehr als nur die technische Fertigkeit im Umgang mit den Medien und einzelnen Anwendungen. Medienkompetenz beschreibt die Fähigkeit einer kompetenten, reflektierten, sinnvollen, selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Nutzung des Internets sowie der Medieninhalte.
«Komm spielen und trotze den Gefahren des Internet»
Die Vermittlung solcher Medienkompetenz ist nicht einfach, zumal jene Erwachsene, die doch für den Schutz der Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen sollten, sich häufig im Netz und seinen Möglichkeiten weit weniger gut zurechtfinden als die Kinder selber. Dieser so genannte «Generation Gap» ist ein Fakt. Er nimmt aber Erwachsene nicht aus der Pflicht, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, sich die nötigen Kompetenzen für interaktive Kommunikationsprozesse, Dechiffrierung medialer Symbolwelten oder die Verarbeitung von Informationen anzueignen.
Hier möchten Action Innocence und die Stiftung Kinderschutz Schweiz mit ihrer neuen Kampagne netcity Hand reichen. Im Spiel netcity.org werden die Kinder spielerisch mit Risiken konfrontiert, die in Zusammenhang mit den neuen Technologien stehen. Und sie erarbeiten sich unterhaltsam Präventionsbotschaften, die sie sicherer im Umgang mit dem Internet machen.
«Komm spielen und trotze den Gefahren des Internet» - mit diesem Slogan lädt netcity.org Kinder, aber auch ihre Eltern und Lehrpersonen ein, sich schlau zu machen und miteinander in Austausch zu gelangen – für mehr Schutz und mehr Spass am Abenteuer Internet.